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RCS in Österreich: Abdeckung, Netzbetreiber & Statistiken für B2B-Messaging

Österreich ist ein äußerst fortschrittlicher Markt für RCS: Alle drei großen Netzbetreiber unterstützen Rich Communication Services auf Android, und einer von ihnen hat RCS bereits auch für iPhone-Nutzer aktiviert. Durch die hohe Smartphone-Nutzung, starke Unterstützung durch die Netzbetreiber und einen konsolidierten Mobilfunkmarkt mit drei großen Anbietern gibt es in Österreich für Unternehmen viele Gründe, ihre grenzüberschreitende Messaging-Strategie um RCS zu erweitern. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Netzabdeckung, die Funktionsweise von RCS Business Messaging sowie die Marktdaten hinter diesen Möglichkeiten.

Wer bietet RCS in Österreich an? 

Der österreichische Mobilfunkmarkt wird von drei Netzbetreibern dominiert: A1 Telekom Austria, Magenta Telekom (Teil der Deutschen Telekom) und Drei (Hutchison). Zusammen vereinen diese drei Anbieter rund 82 Prozent aller Mobilfunkanschlüsse im Land auf sich, wobei A1 mit etwa 36 Prozent den größten Marktanteil hält, gefolgt von Magenta mit rund 25 Prozent und Drei mit knapp 21 Prozent. Die restlichen Anschlüsse entfallen auf virtuelle Mobilfunkanbieter (MVNOs) wie bob, yesss!, HoT und tele.ring, die auf der Infrastruktur dieser drei Netzbetreiber operieren. 

Alle drei Anbieter unterstützen RCS auf Android-Geräten. Über Googles Jibe-Plattform können Netzbetreiber und MVNOs RCS anbieten, ohne eigene RCS-Infrastruktur aufzubauen. Das erweitert die RCS-Verfügbarkeit auf einen Großteil des österreichischen Android-Ökosystems inklusive der virtuellen Mobilfunkanbieter.

Bei iOS zeigt sich ein differenzierteres Bild. Magenta Telekom hat hier die Führung übernommen und ist der erste Netzbetreiber in Österreich, der RCS-Messaging für iPhone-Nutzer freigeschaltet hat. A1 und Drei unterstützen RCS auf Android, haben die entsprechende Funktion für ihre iOS-Kunden bislang jedoch nicht aktiviert – ein Muster, das sich auch im schrittweisen iOS-Rollout im benachbarten Deutschland widerspiegelt, wo die RCS-Abdeckung seit 2016 stark gewachsen ist.

Wie funktioniert RCS auf dem österreichischen Markt? 

RCS ist in Österreich, wie in jedem anderen Markt auch, ein netzbetreiberseitiges Upgrade von SMS und keine herunterladbare App. Sobald die Kombination von Gerät und Netz RCS unterstützt, werden Nachrichten automatisch als RCS statt als SMS versendet, sofern sowohl Absender als auch Empfänger die Funktion aktiviert haben – egal ob über WLAN oder mobile Daten, ohne zusätzliche App.

Für B2B-Absender sind dabei einige praktische Punkte relevant:

  • Verifizierte Absenderidentität: Business-Messaging über RCS erfordert eine Markenverifizierung, bevor Nachrichten zugestellt werden können. Das reduziert Spoofing und Fake-Absender-Betrug im Vergleich zu klassischer SMS – ein Faktor, der für Unternehmen bei der Bewertung der Sicherheit von RCS zunehmend an Bedeutung gewinnt.
  • Datenabhängige Zustellung: Da RCS auf eine Internetverbindung angewiesen ist, empfiehlt Magenta ausdrücklich Tarife mit ausreichendem Datenvolumen – ein nützlicher Hinweis für B2B-Absender, dass Netzbedingungen die Zustellgeschwindigkeit insbesondere in ländlichen Gebieten weiterhin beeinflussen können.
  • Android- vs. iOS-Parität: Unternehmen können im Magenta-Netz sowohl Android- als auch iPhone-Nutzer erreichen; bei A1 und Drei erreicht Rich Messaging derzeit nur Android-Nutzer, während für den Rest ein SMS-Fallback greift.

Smartphone- und Mobilfunkmarktdaten für Österreich 

Die grundlegenden Marktbedingungen in Österreich sind günstig für Rich Messaging. Den aktuellsten Zahlen zufolge besitzen rund 89 Prozent der Österreicher ab 15 Jahren ein Smartphone, und mobile Geräte machen etwa 80 Prozent aller Internet-Seitenaufrufe im Land aus. Österreich zählt knapp 11 Millionen aktive Mobilfunk-SIM-Karten (ohne M2M-Verbindungen) bei einer Bevölkerung von rund 9 Millionen, was dem für reife europäische Mobilfunkmärkte typische Verhalten mit mehreren SIM-Karten bei einen gewissen Prozentsatz der Nutzer entspricht. Android hält den Großteil des Betriebssystemmarktes, was in etwa der globalen Verteilung von rund 70 Prozent Android zu 30 Prozent iOS entspricht. Da Apple nun ebenfalls RCS unterstützt, können Unternehmen mit wachsender Netzbetreiberunterstützung zunehmend sowohl Android- als auch iPhone-Nutzer über denselben Rich-Messaging-Standard erreichen. 

Warum das für B2B-Messaging-Strategien wichtig ist 

Für Unternehmen, die transaktionale und werbliche Nachrichten nach Österreich oder innerhalb Österreichs versenden, bedeutet die Kombination aus nahezu flächendeckender Android-RCS-Unterstützung und wachsender iOS-Unterstützung über Magenta, dass ein erheblicher Teil der erreichbaren Zielgruppe nun mit reichhaltigen, interaktiven Nachrichten statt reinem Text angesprochen werden kann. Weltweit interagieren Kunden mit einer Marke über RCS um 74 Prozent häufiger als über SMS, und die Kaufwahrscheinlichkeit online steigt um 72 Prozent, wenn Kunden in Echtzeit Fragen stellen können. Diese Zahlen machen es für Unternehmen noch attraktiver, RCS-first-Strategien in reifen Märkten wie Österreich zu testen, ebenso wie in den Nachbarländern Deutschland und der Schweiz. 

Da sich die Android- und iOS-Abdeckung je nach Netzbetreiber unterscheidet, sollten B2B-Absender in Österreich dennoch einen automatischen SMS-Fallback in ihre Kampagnenplanung einbeziehen, anstatt von einer universellen Zustellung von Rich Messages auszugehen.  Diesen Ansatz empfehlen wir generell, wenn es um die Vorteile von RCS für Unternehmen geht und wenn RCS und SMS als komplementäre statt konkurrierende Kanäle angesehen werden. 

Der Ausblick für RCS in Österreich 

Da alle drei nationalen Netzbetreiber RCS auf Android unterstützen und Magenta zudem auf iOS, befindet sich Österreich auf einem ähnlichen Weg wie Deutschland, wo die iOS-Einführung bereits innerhalb eines einzigen Jahres zu Millionen zusätzlicher erreichbarer Nutzer geführt hat. Während Apple die RCS-Unterstützung bei europäischen Netzbetreibern weiter ausbaut, ist zu erwarten, dass A1 und Drei dem Beispiel von Magenta folgen und die Lücke zwischen den Plattformen weiter schließen werden. Für B2B-Unternehmen bedeutet das, dass die erreichbare RCS-Zielgruppe in Österreich weiter wachsen wird – ein guter Zeitpunkt also, um Messaging-Infrastruktur, Absenderverifizierung und Fallback-Logik vorzubereiten, damit Kampagnen bereit sind, sobald die Abdeckung weiter ausgeweitet wird.

Wenn Sie planen, Ihr Business-Messaging nach Österreich oder in andere europäische Märkte auszuweiten, kontaktieren Sie uns, um konforme, zuverlässige RCS-Kampagnen mit integriertem automatischem Fallback aufzusetzen.